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SharePoint am Limit – wenn „es läuft noch“ zum Risiko wird

Warum das Supportende von SharePoint 2016/2019 Handlungsdruck erzeugt und weshalb viele Migrationen scheitern

12.Februar 2026 · 4 min Lesedauer

smartpoint Redaktion

2026 läuft der Support für SharePoint 2016 und 2019 aus – und damit auch das Sicherheitsnetz für viele produktive Unternehmenslösungen. Was heute stabil wirkt, kann schnell zum Risiko werden. Warum jetzt Handlungsbedarf besteht und weshalb viele Migrationen scheitern, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Was genau passiert 2026?

Viele Unternehmen betreiben heute noch produktive Lösungen auf SharePoint Server 2016 oder 2019 – oft stabil, vertraut und tief in Geschäftsprozesse integriert. Genau darin liegt jedoch das Risiko.

Mit Juli 2026 endet der erweiterte Support für:

Der Office Online Server, der häufig gemeinsam mit On-Premises-SharePoint im Einsatz ist, erreicht sein Supportende Ende 2026

Nach diesem Zeitpunkt stellt Microsoft:

  • keine Sicherheitsupdates
  • keine Bugfixes
  • keinen offiziellen Support

mehr zur Verfügung.

Der Betrieb ist technisch zwar weiterhin möglich – aber ohne Sicherheitsnetz. Für geschäftskritische Plattformen ist das ein Zustand, den viele Unternehmen unterschätzen.

Warum das Supportende relevant ist

„Es läuft doch noch“ ist aus technischer Sicht nachvollziehbar – aus Business-Perspektive jedoch trügerisch.

Ein nicht mehr unterstütztes SharePoint-System bedeutet:

  • erhöhte Sicherheitsrisiken (keine Patches bei neuen Schwachstellen)
  • Compliance- und Audit-Probleme (z. B. ISO, DSGVO, branchenspezifische Vorgaben)
  • steigende Betriebskosten durch Sonderlösungen und Workarounds
  • Abhängigkeit von einzelnen Personen mit Spezialwissen
  • eingeschränkte Weiterentwicklung der digitalen Arbeitsumgebung

Kurz gesagt:
Was früher als stabile Plattform galt, wird schleichend zu einem operativen und strategischen Risiko.

Was passiert, wenn Unternehmen zu lange warten?

Je näher das Supportende rückt, desto enger wird der Handlungsspielraum. Typische Risikofelder, die wir in der Praxis beobachten sind:

Sicherheits- & Compliance-Risiken
Ungepatchte Systeme sind ein attraktives Ziel für Angriffe. Gleichzeitig wird es zunehmend schwieriger, regulatorische Anforderungen zu erfüllen oder Audits erfolgreich zu bestehen.

Zeitdruck statt Planung
Wer zu spät startet, migriert unter Druck. Strategische Entscheidungen werden zu Notlösungen – oft mit langfristigen Konsequenzen für Architektur und Nutzerakzeptanz.

Steigende Kosten
Kurzfristige Projekte, externe Notfallunterstützung, paralleler Betrieb alter und neuer Systeme: Abwarten spart selten Geld – meist passiert das Gegenteil.

Technische Sackgassen
Individuelle Anpassungen, alte Workflows oder Drittanbieter-Lösungen lassen sich nicht immer 1:1 in moderne Plattformen überführen.

Warum Migrationen oft scheitern – die 10 häufigsten Fehler

Dass viele SharePoint-Migrationen holprig verlaufen, liegt selten an der Technologie – sondern am Vorgehen.

Die 10 häufigsten Migrationsfehler aus der Praxis:

  1. Kein Vorab‑Assessment
  2. Migration ohne klare Zielarchitektur und technische Detailplanung
  3. 1:1‑Kopieren statt inhaltlicher Bereinigung und Modernisierung
  4. Keine Analyse von Nutzung, Daten und Prozessen
  5. Fachbereiche werden zu spät oder gar nicht eingebunden
  6. Fehlendes Berechtigungskonzept oder unreflektiert übernommene Berechtigungen
  7. Individuelle Lösungen oder Workflows werden unterschätzt
  8. Kein Change Management- & Adoption-Konzept
  9. Governance- und Compliance-Strategie wird vergessen
  10. Migration wird als reines IT-Projekt statt Business-Projekt gesehen

Das Ergebnis:
Ein neues System, das technisch modern ist – aber fachlich nicht besser funktioniert als das alte.

Wie ein strukturierter, risikoarmer Ansatz aussieht

Erfolgreiche SharePoint-Migrationen folgen keinem starren Standard, aber klaren Prinzipien:

  1. Verstehen, bevor man migriert
    Welche Inhalte werden tatsächlich genutzt? Welche Prozesse sind geschäftskritisch? Was kann weg, was muss modernisiert werden?
  2. Zielbild definieren
    Wie soll die zukünftige Arbeitsplattform aussehen? Wie wollen die Nutzer:innen das System in Zukunft verwenden? Welche Rolle spielen Microsoft 365, Teams, SharePoint Online, Automatisierung und Governance?
  3. Risiken früh identifizieren
    Technische Abhängigkeiten, Sonderlösungen, Berechtigungsmodelle und Compliance-Anforderungen gehören frühzeitig bedacht – nicht erst mitten im Projekt.
  4. Schrittweise, kontrollierte Umsetzung
    Nicht alles auf einmal, sondern priorisiert, getestet und mit klarer Kommunikation an die Nutzer:innen.
  5. Menschen mitnehmen
    Eine Migration ist auch ein Change-Projekt. Schulung, Begleitung und klare Mehrwerte sind entscheidend für Akzeptanz.

Nächster Schritt: Klarheit statt Bauchgefühl

Wer heute noch auf SharePoint 2016 oder 2019 setzt, sollte unbedingt jetzt handeln – nicht mit Aktionismus, sondern mit Klarheit!

Genau dafür haben wir das SharePoint Migration Assessment entwickelt:

  • strukturierte Analyse der bestehenden Umgebung
  • Bewertung von Risiken, Aufwänden und Abhängigkeiten
  • klare Entscheidungsgrundlage für Management & IT
  • konkretes Migrationskonzept, individuelle Handlungsempfehlungen und Roadmap

Haben Sie noch SharePoint 2016 oder 2019 im Einsatz?
Dann machen Sie doch jetzt den ersten Schritt in Richtung Modernisierung und buchen unser SharePoint Migration Assessment:

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Beate Bergsmann

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